Sylvia

Kurze Schlafphasen überwinden

Mein Sohn hatte nach der Geburt Schlafphasen von max. 3 Stunden und brauchte dann auch jedesmal eine Mahlzeit. Das war kein Spaß! Gleich von mehreren Hebammen habe ich mir sagen lassen, dass ein Baby einen einmal eingeprägten Schlafrythmus nur ungern wieder aufgibt und ich solle den Schlaf-Essrythmus stören, indem ich die Mahlzeiten herauszögere. Das habe ich auch getan, Ergebnis: wir hatten einen 2-Stunden-Rhythmus.

Heute ist mir klar, dass ein Baby in den ersten Lebensmonaten kein Interesse daran hat, uns zu ärgern. Was auch immer es tut, geschieht, weil es seine Bedürfnisse befriedigen möchte! Wenn ein nur wenige Monate altes Kind nach relativ kurzer Zeit wieder wach wird, hat das einen Grund. Bei meinem Sohn waren die häufigen, aber mengenmäßig geringen Mahlzeiten das Problem. Zuerst habe ich versucht, die Mengen zu erhöhen. Ergebnis: die Milch kam postwendend wieder heraus.

Dann bin ich auf die Idee gekommen, kalorienreichere Milch zu füttern. Dazu habe ich erst von Prenahrung auf 1er Nahrung gewechselt und mir anschließend die in meinem Supermarkt verfügbare kalorienreichste 1er Nahrung herausgesucht. Inzwischen schläft mein Sohn bis zu 5 Stunden, obwohl die Trinkmengen pro Mahlzeit nicht mehr geworden sind.

Den Schlafrythmus meines Kindes aktiv stören, würde ich nicht noch einmal. Wenn alles nicht hilft, bleibt nur die Sicherheit, dass jedes gesunde Kind bis zum 18. Lebensjahr irgendwann auch durchschläft. Ich weiß, das ist ein schwacher Trost. Aber bitte immer daran denken: das Baby will euch nicht ärgern!

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