Sylvia

Baby Kinderzimmer

Die meisten Mütter werden sich über das Kinderzimmer sehr viele Gedanken machen. Soll es holz- oder lieber unifarben sein? Und was ist wirklich praktisch? Ich habe nur mit dem einen Kinderzimmer Erfahrungen machen können, das mein Sohn sein eigen nennt, aber vielleicht helfen sie der ein oder anderen ja weiter.

Babybett

Hiervon hat mein Kind gleich zwei. Die ersten Lebenswochen hat er in einem sogenannten Babybay Bett verbracht. Hierbei handelt es sich um ein sehr kleines Bett mit Abmessungen von ca. 40 x 70 cm. Das Bett läßt sich am Elternbett befestigen und kann auch mit Rollen ausgestattet werden. Hierfür gibt es einen kleinen Himmel, der allerdings nicht an die großen Betten paßt. Das Bett ist wahlweise zur Seite des Elternbettes hin offen, kann aber auch verschlossen werden. Dieses Bett hat den großen Vorteil, dass man zum Stillen nicht aufstehen muß. Das Kind kann aus dem kleinen Bett gleich nebenan herausgenommen und direkt angelegt werden. Auch sonst ist der Weg zum Baby nicht weit, wenn man nachsehen möchte, ob alles in Ordnung ist.

Doch irgendwann wird auch das kleinste Baby zu groß für dieses Bett und die Anschaffung eines größeren Bettes wird erforderlich. Die Abmessungen normaler Kinderbetten liegen bei 70 x 140 cm. Matratzen, Himmelstange, Himmel und Nestchen sind hierfür in großer Auswahl erhältlich. In der Regel wird das Bett zunächst mit Stangen zu beiden Bettseiten aufgebaut. Die Matratze liegt dabei zunächst relativ hoch und kann mit der Zeit nach unten wandern. Wir haben uns für ein Kinderbett entschieden, bei dem man drei Stangen herausnehmen kann, so dass das Baby herauskrabbeln kann, wenn es erst einmal alt genug ist. Trotzdem schützen in diesem Fall die noch vorhandenen Stangen vor einem Herausfallen aus dem Bett in der Nacht. Ein wichtiges Kaufargument kann sein, dass das Bett auch zu einem echten Kinderbett ohne seitliche Stangen umgebaut werden kann. Hierfür sind in der Regel zusätzliche Seitenbretter erforderlich, die dann statt der Stangen angebracht werden.

Wickelkomode

Zunächst waren wir der Meinung, dass eine Wickelkomode nicht erforderlich ist und hatten hierfür einen alten Tisch verwendet. Dann haben wir doch noch eine erworben und kann die Anschaffung nur empfehlen. Die Wickelkomoden sind derart hoch, dass man den Rücken beim Wickeln schont. Bereits nach wenigen Einsätzen konnte ich feststellen, dass die sehr aufrechte Haltung beim Wickeln meinem Rücken gut tat. Wir haben uns für eine Komode entschieden, die relativ breit ist und neben der Wickelauflage noch Platz für einen Wasserbehälter, Puder, Cremes, etc. bietet. Dies kann ich auch nur empfehlen. Viele Wickelkomoden sind so schmal, dass nur die Auflage darauf paßt. Das hin und her drehen, um einen Waschlappen auszuwaschen oder nach einer Creme zu greifen, kann aber schon zuviel Unachtsamkeit sein. Von den vielen Fällen, bei denen ein Baby vom Wickeltisch gefallen ist, möchte ich an dieser Stelle gar nicht berichten.

Kleiderschrank für das Baby

“Wir haben doch so viele Schränke, einen separaten Kleiderschrank braucht man doch gar nicht.” Das war meine erste Denkweise. Inzwischen haben wir einen separaten Schrank für unser Baby und ich bin auch ganz froh darüber. Die deutlich kleineren Fächer und breiten flachen Schubladen lassen die Babykleidung leicht und übersichtlich unterbringen. Auch die Kleiderstangen sind so angebracht, dass darunter noch viele Fächer sind, in denen gefaltete Kleidung gelagert werden kann. Insgesamt kann ich auch diese Anschaffung nur empfehlen. Allerdings ist sie alles andere als zwingend erforderlich. Kann das Kind erst einmal krabbeln oder gar laufen, sollte man bei der Einrichtung des Kleiderschrankes berücksichtigen, dass Kinder Schränke gerne öffnen und den gefundenen Inhalt herausnehmen. Ich lagere daher schon heute die Spielsachen in den unteren Fächern des Babyschrankes.

Mülleimer für den Wickeltisch

Hier gibt es sehr viele Exemplare insbesondere auch solche, die die Gerüche derart absorbieren, dass die Luft rein bleibt. Wir haben einen alten ausrangierten Mülleimer hierfür in Gebrauch. Gerüche kann dieser nicht absorbieren. Und ich muss ganz ehrlich sagen, in den ersten Lebenswochen war dies auch vollkommen unproblematisch. Schwieriger wird es, wenn das Baby größer wird und feste Nahrung zu sich nimmt. Ein häufiges Entleeren des Mülleimers ist aber ausreichend. Zumal nicht bei jedem Windelwechsel auch ein Entleeren des Mülleimers notwendig ist.

Ganz wichtig…

…finde ich ist eine Sitzmöglichkeit im Kinderzimmer. Wenn man erst einmal anfängt, Geschichten zu erzählen oder vorzulesen ist diese eine Wohltat aber nicht erst dann. Bereits als Baby kann das Geben der Flasche mitten in der Nacht neben dem Babybett angenehmer sein, als wenn man erst einmal mit Kind auf dem Arm durch die Wohnung laufen muss, um nach einer passenden Sitzgelegenheit zu suchen.

…finde ich zusätzlich Bilder an der Wand. Bereits wenige Wochen alte Babys interessieren sich sehr für alles, was um ihr Bett herum zu finden ist. So kann das Anschauen eines Bildes, dass über dem Babybett hängt in das Einschlafritual eingebaut werden und dafür sorgen, dass das Baby zur Ruhe kommt, bevor man es hinlegt.

…finde ich ist außerdem eine Spieluhr. Eine dem Baby bekannte Melodie kann es beruhigen, wenn es mal aus welchem Grund auch immer aufgebracht ist und sich auch von Mama kaum beruhigen läßt.

Vollkommen unwichtig…

…finde ich ist ein Mobile am Bett. Mein Kind interessiert sich sehr für Bewegungen, was ihn eher anregt als beruhigt. Aus diesem Grund habe ich am Kinderbett kein Mobile angebracht. Denn das Bett ist aus meiner Sicht der Schlaf- und nicht der Spielplatz. Aber ich weiß, dass andere Kinder hier auch anders reagieren. Vielleicht schreibt ihr mir eure Sichtweise. Ich freue mich über eure Kommentare.

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