Sylvia

Baby wird nicht satt?

Die Ängste, dass das eigene Baby nicht satt wird, stecken wohl in jeder Mutter mehr oder weniger.

Insbesondere wenn das Kind gestillt wird, hat man keinen Überblick über die Trinkmengen und es steigt die Angst, dass das Baby nicht ausreichend zu sich nimmt.

Dabei gibt es eine ganz einfache Regel: nimmt das Baby zu, wird es auch satt. Regelmäßiges Wiegen kann die Mutter beruhigen.

Leichter ist es, wenn man Fertigmilch gibt. Aber auch hier kann es zu Unsicherheiten kommen, wenn das Baby die vom Hersteller empfohlenen Trinkmengen nicht erreicht. Dabei gilt auch hier der Satz: nimmt das Baby zu ist alles in Ordnung.

Nicht zu empfehlen, ist das regelrechte Hineinstopfen von Essen, weil man es ja so gut meint. Leider kenne ich mehrere Fälle, bei denen die heute Erwachsenen als Baby oder Kinder derart gestopft wurden, dass sie bis heute kein Gefühl für die wirklich benötige Nahrungsmenge haben. Hört das Baby von sich aus auf zu Trinken, kann ich nicht empfehlen, es weiter zum Trinken zu animieren.

Problematisch ist es, wenn das Baby ständig schreit, obwohl man die Brust oder Fertigmilch anbietet. In diesen Fällen kann die Milch entweder nicht in ausreichender Menge vorhanden oder zu wenig kalorienreich sein. Eine Abklärung kann die Flasche bringen. Schreit das Baby auch noch nach dem Stillen kann das Reichen einer Flasche mit Fertigmilch aufzeigen, ob es tatsächlich noch Hunger hat. Gegebenenfalls kann man eine zusätzliche Flaschenmahlzeit einführen. Aber auch bei Fertigmilch kann das Problem auftreten. Mein Sohn hatte wenige Wochen nach der Geburt bei der Prenahrung und wenige weitere Wochen auch bei der 1er Nahrung auch nach der Flasche weiter geschrieen. Ich habe in diesen Fällen die Milchnahrung gewechselt und anschließend eine jeweils kalorienreichere verwendet. Bereits nach der ersten Flasche war das Problem beseitigt und das Kind ganz eindeutig satt.

Schreit das Baby ohne offensichtlich erkennbaren Grund kann hier eine Ursache liegen. Ausprobieren kann helfen.

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