Sylvia

Start in die Beikost

Jetzt war es auch bei uns soweit: Das Zeitalter der Milchflasche neigt sich ihrem Ende entgegen. Der erste Brei hat Einzug gehalten. Geplant war, erst nach dem 6. Monat damit anzufangen. Aber wie schon in anderen Dingen auch, klappt nicht immer alles so, wie man es sich vorstellt. Mein Sohnemann wurde bereits Anfang des 4. Monats nicht mehr von der Milch satt, nahm zwar zu, aber nicht ausreichend und so stand das erste “Gläschen” schneller im Einkaufskorb als gedacht.

Aber nie hätte ich erwartet, wie kompliziert das sein kann. Meine Erwartungshaltung war: Start mit ein, zwei Löffeln Karotte und dann nach kurzer Zeit verschiedene Fleisch-Gemüsebreie, später abends zusätzlich einen Milchbrei und alles wird gut. Soweit die Theorie.

Doch die Praxis sah bei uns ganz anders aus. Zunächst einmal bekommt man zu diesem Thema deutlich mehr Tipps, Hinweise, gute gemeinte Ratschläge und ähnliches als zuvor bei der Milchflasche. Jeder weiß etwas und man wird damit überschüttet. Fragt man zwei Hebammen erhält man zwei Meinungen, fragt man zwei Ärzte sieht es genauso aus, fragt man zwei Hebammen und zwei Ärzte erhält man insgesamt vier Meinungen. Und jetzt?

Aus eigener Erfahrung möchte ich ganz dringend davor warnen, das Kind in kurzer Zeit mit vielen verschiedenen Dingen zu füttern. Mein Baby zeigt leider eine Nahrungsmittelallergie, obwohl der Papa nur wenig und ich gar nicht auf Nahrungsmittel allergisch reagiere. Wir haben uns glücklicherweise an den Tipp unseres Kinderarztes gehalten und nur max. ein neues Gemüse etc. pro Woche eingeführt. Denn die Allergie kommt selten sofort. Auch in unserem Fall hat sie sich erst später gezeigt und dann fragt man sich schnell, woran es denn liegt und das schnelle Herausfinden der Ursache kann schon sehr hilfreich sein. 

Allerdings hatte uns unser Kinderarzt auch gesagt, wir sollten kein Fleisch im Brei füttern und hatte insbesondere Milchbrei empfohlen. Hier hat uns unser Kind jedoch einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht. Er mag nämlich keine süßen Speisen, sondern ganz im Gegenteil eher deftiges. Ein ganzes Gläschen (unter anderem) mit Fleischinhalt wird regelrecht inhaliert und danach noch ein Nachtisch fällig. Bei einem süßen Milchbrei tritt dagegen bereits nach 3 bis 4 Löffeln wie aus dem Nichts eine plötzliche Sättigung ein und jeder weitere Löffel wird verweigert. 

Fazit: Ich empfehle ganz dringend ein wenig Zurückhaltung bei dem Start in die Beikost. Insbesondere möchte ich davor warnen, zu schnell zu viele verschiedene Inhaltsstoffe zu verwenden oder gar zu würzen. Mit dem richtigen Blick in Richtung Baby und ohne das Verlangen, dem Kind den eigenen Geschmack aufzwingen zu wollen, klappt der Start in die Beikost aber bestimmt bei allen gut.

Ein Kommentar zu “Start in die Beikost”

  1. Hansam 22.02.2009 um 14:35

    Beikost für Babys – Tipps und Rezepte für den ersten Brei gibt es auch hier: http://stillen-saeuglingsernaehrung.suite101.de

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