Sylvia

Abstillen – aber natürlich

Wer mit dem Stillen anfängt, muss auch irgendwann wieder damit aufhören. Nicht bei jeder Frau versiegt die Milch ganz automatisch. Der Gang zum Arzt führt in der Regel zum Abstillen mit Chemieeinsatz. Es kann sich aber lohnen, erst einmal einen sanfteren Weg einzuschlagen. Wenn das nicht den gewünschten Erfolg bringt, können Medikamente immer noch geschluckt werden.

Aus meiner Erfahrung besteht das natürliche Abstillen aus drei Komponenten:

  1. Geringerer Bedarf führt zu geringerer Produktion
  2. Abstilltees reduzieren die Milchbildung sozusagen von innen
  3. äußere Kühlung hindert die Milchdrüsen an der Produktion
Geringerer Bedarf
Mit dem Start in die Beikost werden nach und nach die Milchmahlzeiten durch Breimahlzeiten ersetzt und überflüssig. Wird das Baby nicht mehr angelegt und die Milch findet keinen “Abnehmer”, wird die Milchproduktion meistens zurückgehen. Allerdings kann es zu einem Druckgefühl in der Brust bis hin zu einem Milchstau mit Brustentzündung kommen, wenn der Körper nicht schnell genug auf die Umstellung reagiert. Dadurch bringen die nachfolgenden weiteren Komponenten des Abstillens häufig eine zusätzliche Unterstützung.
Abstilltees
Vielen Frauen wird zur Anregung der Milchbildung empfohlen, Fencheltee zu trinken. Umgekehrt gibt es aber auch zum Abstillen die Möglichkeit, dies über Tees zu regulieren. In diesem Fall können Salbei- und Pfefferminztee helfen.
Kühlung
Während Wärme die Milchbildung fördert, reduziert umgekehrt Kälte den Milchfluss. Quarkwickel oder noch besser das direkte Auftragen von Quark auf die Brüste verschafft die gewünschte Kühlung. Dazu den Quark immer direkt aus dem Kühlschrank verwenden.
Aber Vorsicht: bei plötzlich auftretendem zum Teil sehr hohen Fieber, dem Gefühl einer plötzlich auftretenden Erkältung und/oder schmerzenden oder gar roten Brüsten unbedingt eine Hebamme oder einen Arzt zu Rate ziehen. Aber auch sonst empfehle ich dringend, den natürlichen Abstillprozess mit der Hebamme zu besprechen und von ihr begleiten zu lassen. Sie hat die nötige Erfahrung und kann Auskunft geben zu den individuell verschiedenen Anwendungshäufigkeiten der genannten Komponenten. Die Krankenkassen übernehmen hierfür in der Regel auch die Kosten. Ganz ausdrücklich möchte ich darauf hinweisen, dass ich selbst weder Arzt noch Hebamme bin. Mein Rat beruht daher ausschließlich auf eigene Erfahrung bzw. Erfahrungsberichte. Ich kann nur empfehlen, einfach mal die Hebamme anzurufen. Gegebenenfalls sollte man sich auch nicht scheuen, die Hebamme hierfür zu wechseln.
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2 Kommentare zu “Abstillen – aber natürlich”

  1. Kristinaam 08.11.2008 um 12:32

    Hallo Sylvia,

    ersteinmal herzlichen Glückwunsch zu diesem gelungenen Blog. Ich finde die Themenvielfalt echt super. Die verschiedenen Beiträge bereiten einen echt zunächst auf den großen Tag, dann aber auch auf die Zeit danach vor. Ich habe aber noch eine gute andere Seite ausfindig gemacht: Schwangerschaft Leider habe ich keine Eltern, die mir mit Rat und Tat zur Seite stehen und daher bin ich auf solche Hilfestellungen angewiesen.
    Vielen Dank!

    Viele Grüße
    Kristina

  2. Die fünf erfolgreichsten Artikel 2008am 31.12.2008 um 00:03

    [...] Abstillen – aber natürlich Wer mit dem Stillen anfängt, muss auch irgendwann wieder damit aufhören. Nicht bei jeder Frau versiegt die Milch ganz automatisch. Der Gang zum Arzt führt in der Regel zum Abstillen mit Chemieeinsatz. Es kann sich aber lohnen, erst einmal einen sanfteren Weg einzuschlagen. Wenn das nicht den gewünschten Erfolg bringt, können Medikamente immer noch geschluckt werden. [...]

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