03.01.2009
Ernährung während der Stillzeit
Die Internationale Stillliga vertritt die Meinung, dass jede Mutter von Beginn der Stillzeit an alles essen darf und gibt keine einschränkende Empfehlung heraus. Viele Mütter kennen aber das Problem der “3-Monats-Kolliken” und möchten dem soweit möglich entgegenwirken. Aber auch aus anderen Gründen kann eine Einschränkung der Ernährung in der Stillzeit von Vorteil sein.
Aus diesem Grund hier ein paar weitergehende Informationen zum Thema Essen und Stillen:
Zu den Lebensmitteln, die Probleme bereiten können, gehören: alle Kohlarten einschließlich Kohlrabi, Zwiebeln und Knoblauch, alle Hülsenfrüchte einschließlich Erbsen und Linsen sowie alle Laucharten einschließlich Schnittlauch (können Blähungen beim Säugling verursachen).
Darüber hinaus können stark säurehaltige Lebensmittel problematisch sein und insbesondere zu Wundsein führen. Hierzu gehören alle Zitrusarten einschließlich Kiwis, Obstsorten wie Kirschen und Pfirsiche. Aber auch Tees z.B. aus Hagebutten oder Früchtetees können problematisch sein.
Auf Paprika, Rettich und Radieschen sowie stärker gewürzte Speisen würde ich auch eher verzichten.
Zum Schutz vor Allergien raten Hebammen zudem häufig auf Tomaten, Erdbeeren und größere Mengen Milch und Milchprodukte zu verzichten.
Jetzt fragt man (bzw. Frau) sich wohl, was man denn essen kann. Die Liste mutet vielleicht kürzer an, man (Frau) kann aber trotzdem etwas Schmackhaftes finden bzw. zubereiten und beinhaltet: Reis, Kartoffeln, Nudeln, Spinat, Karotten, Mais, Zucchini, Gurken, Auberginen, Mangold, Fenchel, Fleisch, Wurst, Fisch, Käse, Blattsalate, Pilze, Birnen, Himbeeren, Mineralwasser, Karamalzbier, Milchbildungstees. Ein Gläschen Sekt (oder zumindest ein halbes) regt die Milchbildung ebenfalls an.
Zum Thema Kaffee und Co. sei hinzugefügt, dass Kaffee und schwarzer Tee Koffein bzw. Teein enthalten, die über die Muttermilch auch auf das Baby wirken. In Maßen getrunken, sollte das aber unproblematisch sein.
Wem jetzt der “Appetit” auf das Stillen vergangen sein sollte, kann unter www.chefkoch.de mal nach schmackhaften Rezepten suchen und wem auch das nicht hilft sei gesagt: irgendwann endet die Stillzeit und für diesen Zeitpunkt kann man sich ja ein ganz tolles Menü heraussuchen und sich jeden Tag der Stillzeit darauf freuen. Vorfreude ist schließlich auch schön. Und Stillen kann es auch sein. Außerdem kann man ab dem vierten Lebensmonat auch langsam wieder blähende Speisen essen und das Baby so auch an diese Lebensmittel gewöhnen.
Wer zum Thema Stillen Hilfe sucht findet sie unter www.lalecheliga.de, außerdem habe ich hierzu einen interessanten blog gefunden: saeugetier.blogsport.de.
Ich wünsche eine schöne Stillzeit!




Liebe Mamis,
ich stimme ganz zu!!! Ich habe selber drei Kinder, die ich ziemlich lange und erfolgreich gestillt habe.
Mit der Ernährung habe ich bei ersten zwei Kinder wenig Beratung bekommen. Meine Erfahrungen habe ich selber gesammelt, was manchmal für meine Kinder schmerzhaft war, für mich bedeuteten die Versuche einige schlaflosen Nächte, die ich mir jetzt beim dritten sparen kann, da ich weiß, was ich vermeiden soll.
Eine schöne Stillzeit
Monika