Die Frage, wie viel Flüssigkeit ein Baby zusätzlich zu Muttermilch, Fertigmilch bzw. Beikost zu sich nehmen soll, stellen sich viele Eltern. Und leider gibt es hierzu eine Fülle von verschiedenen Antworten.

Im Internet bin ich auf folgende Informationen gestoßen:

Babys bis 6 Monate – reine Milchtrinker

Neben der Milch ist keine weitere Flüssigkeitsaufnahme erforderlich. Das gilt in gleicher Weise für gestillte Babys wie auch für Flaschenkinder. In diesem Punkt herrscht weitestgehend Einigkeit.

Babys bis 12 Monate – Beikostesser

Mit dem Start in die Beikost wird eine zusätzliche Flüssigkeitsaufnahme erforderlich. Wann man damit anfängt, hängt vom Zeitpunkt der ersten Breikost ab und kann daher unterschiedlich sein. Bezüglich der Mengenangaben gibt es sehr unterschiedliche Aussagen. Sie bewegen sich im großen und ganzen zwischen 500 und 800 ml, allerdings unter Berücksichtigung einer langsamen Steigerung auf diese Mengen. Einige beziehen die in der Beikost enthaltene Flüssigkeit mit ein, andere sind der Meinung, die Flüssigkeit sollte in dieser Menge zusätzlich als reine Trinkmenge gelten. Auch bezüglich der Getränkewahl gibt es unterschiedliche Aussagen. Manche behaupten, nur abgekochtes Wasser sei bis zum Erreichen des 12. Monats geeignet, andere beziehen auch ungesüßten Tee und Gemüse-/Fruchtsäfte mit ein.

Kleinkinder ab 12 Monaten

Hier besteht eine größere Einigkeit. Es wird in der Regel eine Trinkmenge von ca. 1,0 l pro Tag empfohlen.

Fazit

Bei den Babys zwischen dem 6. und dem 12. Monat besteht eine relativ große Uneinigkeit, was den Flüssigkeitsbedarf angeht. Insbesondere in diesem Alter, aber genauso natürlich auch in den anderen Lebensabschnitten ist es für die Eltern wahrscheinlich empfehlenswert, darauf zu achten, ob das Kind gesund ist oder aber Auffälligkeiten aufweist.

Auffälligkeiten

Auf Familylounge werden verschiedene Auffälligkeiten für einen Flüssigkeitsmangel bei Kleinkindern und Babys aufgeführt. Hierzu gehören:

  • Fontanelle eingefallen
  • Mund/Lippen trocken
  • Urin fehlt ganz oder ist dunkel
  • Kind weint, ohne dass es einen Tränenfluss gibt
  • Auffälligkeiten im Verhalten des Kindes (apathisch)

Das sind natürlich schon sehr dramatische Zustände. Ich gehe davon aus, dass man eine eher selten wirklich schwere Windel bereits als Warnsignal durchaus wahrnehmen kann.

Aber auch eine stark erhöhte Aufnahme von Flüssigkeit sollte die Eltern alarmieren. Als Ursache wäre beispielsweise eine Diabeteserkrankung möglich. Gemäß der Angaben unter Wikipedia geht eine derartige Erkrankung in der Regel mit einer starken Flüssigkeitsaufnahme, vermehrtem Harnfluss, Abnahme des Körpergewichtes, Konzentrationsstörungen etc. einher. Ich kann nur empfehlen, bei dem geringsten Verdacht, den Kinderarzt zu konsultieren.

Nur der Vollständigkeit halber möchte ich darauf hinweisen, dass ich selbst keine medizinische Ausbildung habe und die hier gemachten Angaben das Einholen weiterer Informationen beim Kinderarzt nicht ersetzen können.

Meine Informationen zu den Trinkmengen habe ich den folgenden Links entnommen:

Ein Kommentar zu “Wie viel darf oder soll ein Baby trinken?”

  1. Lucia Cremeram 03.06.2009 um 22:01

    Hallo,

    ich habe meine Tipps zum Thema Getränke überarbeitet und an die Neuen Studien zu Babyernährung angepasst.

    Einfach mal vorbei schauen. Gerne beantworte ich auch Fragen zum Thema bei speziellen Fragen.

    Liebe Grüße Lucia – Kinderkrankenschwester

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