Sylvia

Au Backe! – Das Baby zahnt.

Was waren das doch für schöne Zeiten. Plötzlich und fast unerwartet entdeckten wir beim Spielen nicht einen, nein gleich zwei Zähne, die sich langsam aber sicher weiß auf rot aus dem Zahnfleisch unseres Sohnes erhoben. Es gab kein Geschrei und auch sonst keinerlei Probleme. Sie waren halt einfach da. Doch schon beim dritten Zahn sah die Welt ganz anders aus. Leider!

Mit großer Überraschung, nein eigentlich sogar mit Entsetzen mußten wir feststellen, was “Zahnen” eigentlich bedeuten kann und warum so viele andere Eltern mit tiefen Ringen unter den Augen entnervt von dieser Zeit berichten. Dabei ist selten das eigentliche “Durchbrechen” des Zahnes aus dem Zahnfleisch, sondern vielmehr das “Einschießen” des Zahnes in den Kiefer das Problem. Auch uns hat es leider so richtig getroffen.

Dabei hatten wir zunächst mit allem gerechnet, nur nicht mit einem Einschießen eines Zahns! Unser Kind zeigte folgende Symptome:

  • übermäßig starkes Trinken
  • Verweigerung fester Nahrung (an einzelnen Tagen sogar vollständig)
  • stundenlanges Schreien beim Zubettbringen
  • leicht erhöhte Temperatur
  • hin und wieder Durchfall
  • übelriechender Stuhlgang
  • allgemeines Unwohlsein
  • plötzliches sehr starkes Wundsein mit ebenso plötzlicher Pickelbildung im Windelbereich
  • nächtliches Wachwerden, an einzelnen Tagen im Stundenrythmus
  • starkes Bedürfnis nach körperlicher Nähe

Unser Kind hat in dieser Zeit deutlich mehr Aufmerksamkeit gefordert. Das Wechseln der Windel wurde deutlich häufiger notwendig. Um dem Kind starke Schmerzen zu ersparen, haben wir mehrfach abends zu Paracetamolzäpfchen greifen müssen. Aber Vorsicht! Schmerzmittel können eine Abhängigkeit verursachen. Bitte nur bei dringendem Bedarf einsetzen! Zusätzlich war der Einsatz der Multilind Heilsalbe gegen das Wundsein erforderlich.

Mögliche Hilfsmittel auf einen Blick:

  • gut gekühlter (Kühlschrank) aber nicht gefrorener Beißring
  • Gel für das Zahnfleisch (z.B. Nestagel oder Dentinox)
  • Homöopathische Mittel (z.B. Osanit) gegen die Schmerzen und das Wundsein
  • Paracetamolzäpfchen für die schnelle Hilfe bei starken Schmerzen
  • Multilind Heilsalbe bei starkem Wundsein
  • abgekochtes Wasser (Zimmertemperatur) zu Trinken geben (statt warmen Tee)
  • Karottensaft (bei Durchfall)
  • Kind ablenken z.B. durch intensives Spielen
  • und eine große Portion Liebe!

Die Kombination aus einer erhöhten Temperatur und Durchfall kann natürlich auch eine ernsthafte Infektion als Ursache haben. Daher zur Abklärung bitte unbedingt einen Arzt aufsuchen und nicht lange versuchen, selbst daran “herumzudoktern”. Außerdem kann ich nur empfehlen, die Beipackzettel von Medikamenten, die vom Arzt verschrieben wurden, genau durchzulesen. Wir haben leider zwei Präparate erhalten, die für Babys nicht geeignet sind! Selbstverständlich habe ich diese Präparate in meiner Aufstellung oben nicht erwähnt.

Abschließend möchte ich erneut kurz darauf hinweisen, dass weder Hans noch ich über fundierte medizinische Kenntnisse verfügen. Die in diesem Artikel gemachten Angaben beruhen ausschließlich auf persönliche Erfahrungen mit unserem eigenen Kind.

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