22.03.2009
Babykleidung
Hurra! Das Baby ist da! Jetzt wird man mit Geschenken, auch mit Babykleidung nur so überhäuft. Doch was zieht man dem Neuankömmling an? Es gibt super niedliche Sachen, in machen sehen selbst die Kleinsten aus wie kleine Erwachsene. Aber ist das auch bequem für das Kind?
Aber zunächst einmal zu den wichtigen Themen rund um die Babykleidung.
Babys können ihren Wärmehaushalt noch nicht optimal regulieren. Ein Auskühlen des kleinen Körpers muss daher unbedingt vermieden werden. Ein Body sollte daher immer unter der weiteren Kleidung getragen werden. Er ist körpernah und kann je nach Jahreszeit lange Ärmel oder 1/4 Arm haben.
Unabhängig von der Jahreszeit ist die “Zwiebeltechnik” immer angesagt. Je nach tatsächlicher Außentemperatur (und entsprechenden Temperaturunterschieden zwischen drinnen und draußen) kann man dann ein (oder mehrere) Kleidungsstück aus- oder anziehen. Nacken und Hände bieten eine relativ sichere Aussage darüber wie warm dem Baby ist und ob man auf ein Kleidungsstück verzichten kann, oder eines zusätzlich benötigt wird. Sind Nacken und/oder Hände sehr warm und feucht, dann heißt es ausziehen, sind sie dagegen kalt, dann heißt es anziehen. Aber vorsicht! Die Hände können kalt sein, wenn das Baby im Liegen spielt. Dann ist dies kein sicheres Anzeichen. Der Nacken bietet dann die richtige Information.
Wenn die Außentemperaturen nicht gerade hochsommerlich sind, sollte man auf eine Mütze nicht verzichten. Im Winter ist eine Mütze auf jeden Fall ein absoultes Muß. Der Kopf ist im Verhältnis zum restlichen Körper noch recht groß und hierüber verliert das Kind die meiste Wärme. Ein entsprechender Schutz sollte daher gegeben sein. Ist es aber sehr heiß, muss man bedenken, dass gerade der Kopf für eine notwendige Kühlung des ganzen Babykörpers sorgt. Auch hier verweise ich auf das Prüfen der Temperatur von Nacken und Hände.
Die Jacke des Babys sollte der Jahreszeit angepaßt sein. Im Winter darf es auch mal ein Skianzug sein, da die Kleinen noch sehr kälteempfindlich sind. Zumindest eine warme Winterjacke muß schon sein. Im Sommer ist es gut, wenn zumindest eine Strickjacke greifbar ist, denn am späten Nachmittag können die Temperaturen auch schnell fallen. Für die Übergangszeiten gibt es eine Fülle verschiedener nicht ganz so stark gefütterter Jacken. Ist das Baby noch sehr klein, gibt es für den Kinderwagen und die Babyschale gut gefütterte Taschen oder Decken, die zusammengeknöpft werden können. Diese bieten einen guten Schutz vor der Kälte und man kann sich das aufwändige An- und Ausziehen ersparen.
Nun kommen wir aber zu den eher optischen Finessen. Oft hört man als Eltern den Satz “Zieht eure Kinder so an, wie ihr euch anzieht.” Gemeint ist damit die Anpassung der Kleidung an die (Außen-)Temperatur, die wir bei uns selbstverständlich vornehmen, während die Kleinen auch heute noch oft genug zu warm angezogen werden. Viele verstehen diesen Satz aber ganz offensichtlich anders. So sieht man zum Teil schon wenige Tage alte Babys mit Jeans und Hemd oder Blüschen im Kinderwagen liegen. Ob das für die Kleinen wirklich bequem ist? Da kommen dann auch schon einmal Aussagen wie: ich ziehe meinem Kind zuhause einen Jogginganzug an, zuhause laufe ich ja auch nicht immer gestyled rum. Aha! Die guten alten Strampler haben da wohl ausgediehnt?
Vielleicht bin ich einfach nur altmodisch, mein hohes Alter von immerhin fast 38 Jahren darf ich dann wohl als Entschuldigung anführen. Vielleicht sehe ich die Dinge aber auch nur aus dem Blickwinkel des Babys und nicht aus der Sicht einer Mutter, die ihr Baby in erster Linie präsentieren möchte.
Ob es wirklich bequem ist auf einem dicken (im Verhältnis zum Babykörper!) Hosenbund den ganzen Tag liegen zu müssen? Immerhin können die ganz Kleinen im Gegensatz zu uns noch nicht sitzen oder gar stehen! Ob hier ein einteiliger oder auch zweiteiliger Strampler nicht doch die bessere Alternative ist? Unser Sohn hat sich darin jedenfalls sehr wohl gefühlt und das ein oder andere Schreikind wäre darin vielleicht auch besser aufgehoben. Ich möchte jedenfalls davon abraten, einem Baby, das weder sitzen, noch stehen kann, Hosen anzuziehen. Liebe Mütter, denkt doch bitte einmal darüber nach und versetzt euch in die Lage eures Babys!




Schöner Artikel, als wir die ersten Babysachen gekauft haben, waren wir auch etwas ratlos, es gibt ja soviel Zeug.. jetzt haben wir dazugelernt: Bodys mit langen Armen lassen sich meist schwerer anziehen, praktischer sind Halb-Arm Wickelbodys. Noch mehr Tricks: Kopföffnungen mit “Briefumschlagöffnung” sind praktischer als welche zum zuknöpfen. Und Strampler ohne Füße kann man meist ein paar Wochen länger verwenden, wenn das Baby schnell in die Länge wächst, wird der Strampler meist als erstes an den Füßen zu knapp, wir nehmen jetzt lieber Söckchen =D