03.04.2009
Babyschwimmen
Babyschwimmen wird an vielen Orten angeboten. Ob man sich und das Kind zu dem Kurs anmeldet, sollte man sich aber gut überlegen.
Zunächst einmal wird häufig empfohlen, den Kurs vor dem 3. Lebensmonat des Babys zu beginnen, weil dann die Atmung unter Wasser noch automatisch blockiert wird und dieser Reflex erhalten bleibt, wenn er regelmäßig “trainiert” wird. Andernfalls geht dieser Reflex verloren.
Vorteilhaft soll sich das Schwimmen auf die Entfaltung der freien Bewegung des Kindes auswirken. Bewegungen fallen dem Baby im Wasser deutlich leichter.
Aber Vorsicht! Das Badewasser sollte zunächst einmal Trinkwasserqualität haben. Aber das ist nicht das einzige Problem. Das größere lauert in einem mögliches Auskühlen des Babys. Sowohl das Badewasser wie auch die Lufttemperatur sollten ausreichend hoch sein. Ein schnelles Abtrocknen und Anziehen des Kindes ist wichtig. Aber da liegt oft das Problem. Immerhin ist nicht nur das Baby, sondern auch die Mutter bzw. der Vater naß und die Möglichkeit zum Umziehen bietet sich meistens nicht direkt neben dem Badebecken. Erkältungen mit und ohne Mittelohrentzündung können die Folge sein.
Das ist wohl auch der Grund, warum das Babyschwimmen von vielen Hebammen nicht empfohlen wird. Wer allerdings ein Baby hat, dass beim Baden vor Freude nur so übersprüht und sich ansonsten an Land kaum bewegen mag, für den ist ein Babyschwimmkurs wohl empfehlenswert. Allen anderen rate ich lieber zur Babygymnastik.
Auch sollte man sich gut überlegen, ob man einen derartigen Kurs in den Wintermonaten besucht. Es ist schwer, ein Baby nach dem Baden einschließlich der Gehörgänge und der kompletten Kopfhaut vollständig abzutrocknen. Ist es dann draußen bitterkalt, ist die Infektionsanfälligkeit um so größer. Wenn man einen Babyschwimmkurs unbedingt machen möchte, rate ich eher zu den Sommermonaten.
Wie man dem Artikel wahrscheinlich schon entnehmen kann, haben wir auf das Babyschwimmen verzichtet.



