19.05.2009
Missed Abortion
Viele Frauen werden in der Frühschwangerschaft mit der Diagnose “Missed Abortion” konfrontiert. Dabei wächst der Embryo plötzlich nicht mehr weiter oder das kleine Herz hört entweder auf zu schlagen oder es fängt gar nicht erst damit an. Eine Fehlgeburt ist dann nicht zu verhindern. Aber Vorsicht! Die Diagnose wird von den meisten Ärzten viel zu früh gestellt und die Überweisung in die Klinik zur Ausschabung ist in den seltensten Fällen auch wirklich erforderlich!
Leider gibt es immer wieder Fälle, bei denen Ärzte angeblich eindeutig die Diagnose “Missed Abortion” gestellt haben. Nachdem sich die Schwangere dann aber gegen eine Ausschabung entschieden hat, kommt es – oh großes Wunder – dann völlig unerwartet wenige Monate später zur Geburt eines kerngesunden Kindes. Diese Fälle gibt es leider tatsächlich! Die heutigen Ultraschallgeräte sind ganz offensichtlich nicht so gut, wie uns Frauen das immer wieder angepriesen wird. Spätestens bei der Berechnung von Größe und Gewicht des Kindes kann es hier ebenfalls zu großen Überraschungen kommen.
Hinzu kommt, dass es bei einem Absterben des Embryos auch in fast allen Fällen zu einer natürlichen Fehlgeburt kommt. Eine Ausschabung hilft dann nur einem: dem Portemonnaie des Krankenhauses bzw. des Arztes. Nur in extrem seltenen Fällen wird das abgestorbene Gewebe auch über Wochen hinweg nicht abgestoßen und es kommt zu einer lebensbedrohlichen Situation.
Die Ausschabung wird von den Ärzten leider in den meisten Fällen stark verharmlost. Die Folgen entweder gar nicht oder nur am Rande (vielleicht nur in einem schwer verständlichen Behandlungsbogen) erläutert. Hier macht sich der Arzt jedoch strafbar! VOR einer derartigen Behandlung hat der Arzt die Patientin ausführlich über alle Risiken und Folgen zu unterrichten. Bei einer Ausschabung handelt es sich dabei um:
- Verletzung der Gebärmutterschleimhäute (-> kann zu Unfruchtbarkeit führen)
- Durchbruch der Gebärmutterwand (-> weitere Organe können geschädigt werden, im Extremfall führt eine nicht mehr stillbare innere Blutung zum Tode)
- Verletzung des Muttermundes (-> spätere Schwangerschaften enden dann gehäuft in einer Frühgeburt)
- Verletzung der Scheidenwände (-> Auswirkungen auf das Sexualleben, chronische Schmerzen sind möglich!)
- Bildung von Fistelgängen (-> hierbei tritt z.B. Urin aus der Scheide aus, in der Folge kommt es zu häufigen Infektionen in der Scheide, bei einer operativen Entfernung sind Nervenschädigungen im Gentialbereich zu erwarten mit entsprechenden Auswirkungen auf das Sexualleben)
- Verbleib von Schwangerschaftsresten in der Gebärmutter (-> wird dies nicht rechtzeitig entdeckt kann eine lebensbedrohliche Entzündung entstehen, in jedem Fall ist eine Wiederholung der Ausschabung erforderlich)
- uvm.
Diese Auflistung erfüllt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. In jedem Fall rate ich persönlich ganz dringend von der Durchführung einer Ausschabung im Rahmen einer Missed Abortion oder Fehlgeburt ab. Mit diesem Eingriff geht man ein enormes gesundheitliches Risiko ein. Eine natürliche Fehlgeburt erfolgt dagegen in der Regel komplikationslos.
Auch darüber sollte man sich im Klaren sein:
- nach einer Ausschabung sollte eine erneute Schwangerschaft über einen Zeitraum von mindestens 3 Monaten nicht wieder eintreten, da andernfalls eine erneute Fehlgeburt sehr wahrscheinlich ist
- auch darüber hinaus ist die Wahrscheinlichkeit einer Fehl- oder Frühgeburt nach einer Ausschabung deutlich höher als nach einer natürlichen Fehlgeburt
- für den Zeitraum der Blutungen nach einer Ausschabung ist kein Geschlechtsverkehr möglich, diese können über mehrere Wochen andauern
In meinem persönlichen Bekanntenkreis gibt es mehrere Fälle, bei denen wegen einer Missed Abortion oder einer Fehlgeburt eine Ausschabung durchgeführt wurde. In ausnahmslos allen mir bekannten Fällen ist es zumindest in der darauf folgenden Schwangerschaft wieder zu einer Fehlgeburt gekommen, in selteneren Fällen gab es gleich eine Fülle von Fehlgeburten, die medizinisch (angeblich) nicht zu erklären waren. Weiterhin ist es in allen mir bekannten Fällen bei der ersten Geburt nach der Ausschabung zu einer Frühgeburt gekommen. Wenn Ärzte hier eine niedrige Wahrscheinlich für das Risiko einer anschließenden Frühgeburt nennen, so ist das für mich unverständlich.
Abschließend möchte ich noch kurz erwähnen, dass das Abstoßen eines abgestorbenen Embryos durchaus mehrere Wochen auf sich warten lassen kann. Hinweise darauf können sein: nachlassen des Ziehens in der Brust, nachlassen der Schwangerschaftsbeschwerden, Bauchschmerzen, etc. Wenn Ärzte hier einen starken Druck in Richtung Ausschabung auf Frauen ausüben hat das wohl nur einen Grund: in den meisten Fällen wird der Embryo relativ schnell abgestoßen und dann kann man der Frau die Ausschabung nicht mehr “verkaufen”. Immerhin arbeiten Krankenhäuser heutzutage nach dem Wirtschaftlichkeitsprinzip. Und wenn es später zu einer Frühgeburt kommt? Dann kümmerst sich das Krankenhaus gerne! Denn Frühgeburten bringen viel Geld in die leere Kasse des Krankenhauses.




Das ist ja heftig!
Ich hab da neulich im Fernsehen einen Bericht darüber gesehen, aber das klang so nach einem ausgesprochen seltenen Einzelfall.
Aber wenn man das hier so liest… schrecklich. Wem soll man denn vertrauen wenn nicht den Ärzten ?!?
Hallo,
vielen Dank für diesen Beitrag.
Ich lag mit Diagnose missed abortion letzte Woche im KH. Wurde Dienstag eingeliefert, Curretage wäre am Mi um 7 gewesen. Mein Lebensgefährt meinte, ich solle warten, die Natur täte schon das ihre. Um 7 h kam niemand, um 8 kam niemand, um 9 niemand. Um 9.30 Uhr die Visite. Mittlerweile im KH die circa 7. Ärztin. Ich hatte um 7 am Morgen Blutungen bekommen und habe dann die Ausschabung verweigert. Die Ärztin war nicht glücklich, weil sie gerne Histologie betreiben wollte. Ich bin dann nach Hause gegangen. Blute seit dem 30.12., bin aber völlig schmerzfrei. Keine Krämpfe. Ich bin mir sicher, dass die Ausschabung nicht nötig ist. Habe nur vorsorglich Penicillin gegen eine Infektion verschrieben bekommen.
Psychisch geht’s mir nicht so gut. Bin 39. Habe trotzdem Hoffnung, noch eine Familie gründen zu können.
Hallo,
hatte schon zweimal eine AS, einmal wegen einer missed abortion im 3. Monat und einmal wegen zurückgebliebener Plazentareste nach einer Entbindung und kann die ganzen Aussagen aus Sylvias Beitrag nicht bestätigen. Die Eingriffe waren beide Male völlig komplikationslos, ich habe jeweils danach ganz normal ein Kind bekommen, ohne jegliche Probleme. Aber ich kenne da keine Statistiken, kann nur von mir selbst reden.
Allerdings hatte ich vor ein paar Jahren leichte Blutungen zu Beginn der 6. SSW, mein FA konnte keine intakte SS mehr feststellen, aber irgendwelches Material in der Gebärmutter. Er hat mir statt einer AS geraten abzuwarten, ob das mit der nächsten Regelblutung verschwindet, und so war es auch. Diese Regel war sehr stark, und danach war im US nichts mehr zu sehen. So war es auf jeden Fall schöner als mit einer AS, da wir gleich wieder “weiterüben” konnten.
Nun bin ich gerade wieder in der 6. SSW (wir wünschen uns noch ein 4. Würmchen
), aber es sieht nicht gut aus, keine schöne runde Fruchtblase zu sehen, und das Ziehen in den Brüsten ist auch fast weg … Ich stelle mich schonmal auf das Schlimmste ein, werde aber warten, ob sich die Abbruchblutung von selbst einstellt. Ich denke, soweit es möglich ist, sollte man sich auf die Natur verlassen.
Katja, drücke Dir die Daumen, dass es bei Euch bald wieder klappt und dann alles gut geht!
Hallo,
auch ich hatte 2007 eine Missed Abortion.Bei meinem kleinen hatte das Herz bereits geschlagen und hatte dann leider aufgehört.Mir wurde auch zur Ausschabung geraten.Mein Frauenarzt (er hatte einen eigenen OP) hatte mich in ein Krankenhaus überwiesen.Ich finde es nicht ok den Frauen sowas hier in diesem Artikel zu schreiben,das die Ärzte das nur machen um an Geld zu kommen.Den:Jedermann weiß das die Gebärmutter nach einer Ausschabung besser ein Befruchtets Ei einistet.Das kann man auch nachlesen.Ich selber wurde 4 Monate später wieder Schwanger und habe meine Tochter ohne probleme in der 38!!SSW entbunden.Es ist nicht ok solche Artikel zu schreiben,Frauen unsicher zu machen.Natürlich gibt es Fälle wo das Baby doch noch gelebt hat.Aber das sind doch große ausnahmen.Und zu schreiben,ALLE hätte dannach eine weitere Fehlgeburt ist ja auch nicht korrekt.Ich hatte sie zb.nicht.Und auch Frauen die ich kenne hatten dannach keine weitere.
lg
Hallo,
bei mir wurde bei 2 mal ultraschal keine herztöne mehr festgestellt in der 8 Woche und wollten mich auch gleich da behalten da ich auch keine Blutungen habe usw. Ich selber scheue mich vor eine Ausschabung da ich vor paar jahren schon mal eine hatte in der 12 woche und es war schrecklich…. ich habe schreckliche angst davor auch die nakose.
ich möchte lieber versuchen auf natürlichen wege und hoffe es kallpt und hoffe das ich bald bluten werde … aber es wird wohl die natur schon machen.
ich gehe auch morgen zum arzt und mal schauen was der sagt ob es zäpchen gibt oder sonst wie um die Blutung zu unterstützen.
Hallo,
ich selber hatte leider auch eine MA mit anschließender AS. Den Artikel finde ich unverantwortlich und kann nur jeder Frau, die eine MA erleben musst empfehlen, ihn zu ignorieren. Wer hat denn hier so viel Horros-Thesen zusammen geschrieben? Unglaublich.
Also: habt keine Angst vor einer AS. Die Gefahr einer erneuten FG nach einer AS ist NICHT höher. Und vor jeder AS wird mind. 2 Mal untersucht, ob die Schwangerschaft wirklich nicht mehr intakt ist. Ich bin auch dafür, die Natur das selber regeln zu lassen. Man hat dann aber immer ein Rest-Risiko, dass Gewebereste in der Gebärmutter verbleiben und man trotzdem noch ausgeschabt werden muss. Da man das den Frauen ersparen möchte, raten viele FA zu einer AS anstatt zu warten (was für viele auch eine große Belastung darstellt).
Bitte lasst euch von dem Artikel nicht irritieren sondern sucht lieber das Gespräch mit eurem FA.
Hallo an alle hier,
zunächst tut es mir leid zu lesen, dass so viele Frauen davon betroffen sind, ein Kind oder sogar mehrere verloren zu haben. Ich war gestern im Krankenhaus und habe eine Ausschabung machen lassen, weil ich eine missed abortion in der 10 ssw hatte. Mein Baby hat in der 7. ssw aufgehört zu wachsen und ich habe dies auch deutlich am Ultraschall gesehen, es hatte keinen Herzschlag mehr. Diese Tatsache hat mich extrem aus der Fassung gebracht, aber ich muss es akzeptieren, ändern kann man es nicht mehr und die Traurigkeit und Verzweiflung gehört dazu.
Die Ausschabung gestern war komplikationslos und schnell vorbei, ich habe fast keine Blutung und die Schmerzen sind auch weg. Die Leere in mir geht nicht so schnell vorbei.
Ich hoffe dennoch in ein paar Monaten erneut schwanger werden zu können und unserer Tochter die Möglichkeit zu geben, mit einem Geschwisterchen aufwachsen zu können.
Ich rate allen Frauen auf das eigene Gespür zu vertrauen und ich glaube auch nicht an Wunder, die ein Baby das nicht mehr lebt wieder zum Leben erwecken können. Jede Frau sollte selbst entscheiden dürfen, welcher Weg für sie der richtige ist.
Ich wünsche Euch allen Kraft und Zuversicht für die nächste Zeit und das Vertrauen auf Euren Körper.
Liebe Grüße
Christina
Hallo.
bei mir wurde auch eine missed abortion in der 14 ssw diagnostiziert. die Zwillinge haben aber wohl schon 2- 3 wochen vorher aufgehört zu wachsen.
meine fa war gabz schön erschrocken, dass nicht mal eines der beiden weitergelebt hat, was nomalerweise so üblich wäre bei zwillingsschwangerschaften. einen tag später war die ausschabung. zuerst war auch alles ok. bis die schmerzen anfingen.
die waren so ähnlich wie die richtigen wehen nur nicht ganz so stark.
dann hatte ich zwei tage ruhe und dann wurde die blutung stärker. bis sich sogar gewebereste gelöst haben was auch mit schmerzen verbunden war. das hat mich nochmals ganz schön fertig gemacht, weil man doch immer hört und liest, dass es nur ein wenig blutet und das es kaum schmerzt! ich hoffe ja nicht das ich mir eine infektion eingehandelt habe.
also ich würde mir beim nächsten mal vielleicht eine zweite und sogar dritte meinung einholen ob man da auch warten kann und der natur ihren lauf lassen sollte??? Hoffe auch das wir bald wieder schwanger werden.
lg johanna
War gestern zur normalen Untersuchung beim FA ( hatte bis dto eine normale SS) auf dem Ultraschall Bild war fast nichts mehr zu sehen und das in der 10ssw.Habe Morgen den AS Termin und bin total fertig weil ich weiss das ich meinen kleinen Krümel auf eine lange Reise schicken muss….Es wurde ein Missed Abort diagnostiziert.
Hallo.
Seit einigen Tagen durchforste ich das Netz nach allen Themen zur MA.Hatte am 8.3.in der 11+3W eine MA nachdem mein FA feststellen mußte das das Herzchen nicht mehr schlägt und das Baby seit der 7W nicht mehr gewachsen sei.Dieses Baby war ein absolutes Wunschkind,es sollte unsere dreiköpfige Familie vervollständigen.Wir wollen mit Zustimmung des FA gleich weiter machen.Ich finde diesen Beitrag MISSED ABORTION zu extrem,er rät fast zur aufgabe erneut S zu werden.Denn wer möchte so eine Diagnose nocheinmal gestellt bekommen und in diesem Beitrag wird einem ja fast eine erneute Fehlgeburt vorrausgesagt!
Mal von der Aussage abgesehen,das das Baby evt. vielleicht gar nicht Tod war und die Ärzte oftmals den Herzschlag übersehen…echt gruselig das so zu verallgemeinern.Denn irgendwie fühlt man sich ja angesprochen,das man einen Fehler gemacht hat mit der Entscheidung eine MA machen zu lassen.
Auf vielen anderen Seiten schreiben Frauen das es bei der einen schneller und bei der anderen weniger schnell wieder geklappt hat,aber es hat geklappt!
Man sollte weiter zuversichtig sein und Vertrauen zu seinem eigenen Körper haben und auch nach so einer schlimmen Erfahrung nicht den Kopf in den sand stecken. ALLEN VIEL GLÜCK