Für Erwachsene sind die richtigen Schuhe enorm wichtig. Wenn sie allerdings schon als Kinder immer nur die Falschen getragen haben, ist an Fehlstellungen und chronischen Beschwerden meistens nichts mehr zu ändern. Deshalb ist es so wichtig, dass Eltern von Beginn an darauf achten, dass ihre Kleinkinder das richtige Schuhwerk an den Füßen tragen.
Kinderfüße sollten – bedingt durch schnelles Wachstum – eigentlich alle drei Monate neu vermessen werden. Zwischen dem zweiten und dem sechsten Lebensjahr wachsen Kinderfüße durchschnittlich um zwei bis vier Schuhgrößen pro Jahr, im Schulalter dann „nur“ noch ein bis zwei Schuhgrößen. Damit Kinderschuhe passen, müssen einige, wichtige Kriterien erfüllt sein. An dieser Stelle wollen wir allen Eltern diesbezüglich ein paar nützliche Hinweise geben.
Weiches Fußbett und Spielraum für die Zehen
Es sollte sich von selbst verstehen, dass man beim Schuhkauf auf ein ausreichend breites Fußbett und Platz im Zehenraum achtet. Außerdem sollte man – wie bereits erwähnt – ungefähr alle drei Monate kontrollieren, ob die Schuhe noch passen und korrekt sitzen. Fehlhaltungen der einzelnen Zehen sind bei Kindern relativ häufig, verursachen zwar meist keine Funktionsstörung, können aber Schuhprobleme und damit einhergehende Schmerzen und Probleme bereiten. Diesbezüglich sollte man sich im Einzelfall von einem Fachmann beraten lassen. Manche Kinder leiden auch an Fersenschmerzen, weil ebendort eine empfindliche Wachstumszone liegt. Schuhe mit einem weicheren Fersenteil versprechen in solchen Fällen Linderung. Es gilt auch zu beachten, dass bei Kleinkindern das Fußskelett noch weich und verformbar ist. Auf Druck reagieren sie relativ schmerzunempfindlich, da sich das Nervensystem und die Empfindlichkeit erst noch entwickeln. Dennoch sollte man natürlich entsprechend vorsichtig sein und auf unterstützendes Schuhwerk achten. Kauft man den Kindern für den Herbst oder Winter feste Dockers, sollte man versuchen, selbst zu erfühlen, ob die Schuhe richtig sitzen und weich genug sind.
Augen auf beim Schuhkauf!
Nach der Geburt des Kindes hat der Fuß noch nicht seine endgültige Form. Stattdessen sind die Füße von Kleinkindern noch weich und verformbar, weil das knöcherne Fußskelett zunächst noch zu einem großen Teil aus Knorpelmasse besteht. Erst später ersetzt das feste Knochengewebe den weichen Knorpel. Hierbei handelt es sich um einen Vorgang, der bereits im Mutterleib startet und erst viel später – meist während des Jugendalters – abgeschlossen wird. Angesichts der Tatsache, dass rund 98 Prozent aller Füße zum Zeitpunkt der Geburt noch vollkommen gesund sind und von dieser überwältigenden Mehrheit im Erwachsenenalter nur noch 4 von 10 Füßen als gesund bezeichnet werden können, muss man sich fragen, was man währen der Wachstumsphase eigentlich alles falsch machen kann. Wer seinem Kind also das nächste Mal ein neues Paar Dockers kaufen möchte, sollte zuerst alle wichtigen Gesichtspunkte durchgehen.




Gerade bei Kinderschuhen finde ich es wichtig, sie in einem Schuhgeschäft anprobieren und nicht online zu kaufen. Die Kleinen (und auch wir Laien) erkennen falsch sitzende Schuhe einfach nicht so gut, wie dich Fachverkäuferinnen.