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	<title>Mami2008 &#187; Kaiserschnitt</title>
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	<description>Alles über Schwangerschaft, Geburt, Baby und mehr...</description>
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		<title>Kaiserschnittnarbe versorgen</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Oct 2008 19:35:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sylvia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geburt]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit/Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Arnika]]></category>
		<category><![CDATA[Kaiserschnitt]]></category>
		<category><![CDATA[Narbe]]></category>
		<category><![CDATA[Öl]]></category>
		<category><![CDATA[Wochenbett]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dem Kaiserschnitt wünscht man sich eine schnelle Abheilung der Schnittverletzung. Die Zeit sorgt für den Heilungsprozess, aber es gibt ein paar Möglichkeiten, diesen Prozess zu unterstützen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einem Kaiserschnitt hat man unweigerlich eine langen Schnitt und später eine Narbe im Bauchbereich. Um die Probleme mit der zunächst frischen Wunde und der späteren Narbe so gering wie möglich zu halten und eine rasche Abheilung zu ermöglichen, gibt es ein paar Möglichkeiten.</p>
<p><span id="more-539"></span></p>
<p><strong>1. Schritt</strong></p>
<p>Die noch frische Narbe heilt gut, wenn sie mit Arnika versorgt wird. Dazu kann man in den ersten Tagen Arnika in Tropfenform zu sich nehmen und Arnikatücher auf die Wunde legen. Beides ist in der Apotheke erhältlich.</p>
<p><strong>2. Schritt</strong></p>
<p>Ich kann nur empfehlen, das Wochenbett nach einem Kaiserschnitt sehr ernst zu nehmen. Liegt man, wird der Bereich des Schnittes entlastet und es bildet sich weniger Stützgewebe, das wulstartige Formen annehmen kann. Mir braucht niemand zu sagen, wie schwer es ist, viel zu liegen, wenn man gleichzeitig ein Neugeborenes zu versorgen hat. Aber auch wenn es schwer fällt, ist das Wochenbett eine Zeit, in der man fremde Hilfe in Anspruch nehmen sollte. Vielleicht hat auch der frischgebackene Papa die Möglichkeit, die ein oder andere Woche zuhause zu bleiben und sich um Baby und Haushalt mit zu kümmern.</p>
<p><strong>3. Schritt</strong></p>
<p>Um das Gewebe weich und elastisch zu halten, kann ich Schwangerschaftsöl empfehlen. Die Produkte von Weleda und frei habe ich hierfür verwendet. Das frei Schwangerschaftsöl habe ich persönlich bevorzugt, weil es geruchsneutral ist.</p>
<p>Jetzt drücke ich allen &#8220;Kaiserschnittmamis&#8221; die Daumen, dass sie mit ihrer Narbe langfristig zufrieden sind!</p>
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		<title>Pro und Contra Kaiserschnitt auf Wunsch</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Sep 2008 05:50:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sylvia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geburt]]></category>
		<category><![CDATA[Kaiserschnitt]]></category>
		<category><![CDATA[Spontangeburt]]></category>
		<category><![CDATA[Wunschkaiserschnitt]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Wunschkaiserschnitt ist ein Thema, über das sehr viel diskutiert wird. Wie viele andere Frauen, habe auch ich mich sehr intensiv während der Schwangerschaft damit beschäftig und Pro und Kontra gegeneinander abgewägt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Wunschkaiserschnitt ist ein Thema, über das sehr viel diskutiert wird. Wie viele andere Frauen, habe auch ich mich sehr intensiv während der Schwangerschaft damit beschäftigt. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit möchte ich hier einmal all das zusammentragen, was ich in dieser Zeit gelesen oder von anderen Müttern zu hören bekommen habe:</p>
<p><span id="more-387"></span></p>
<p>Vieles von dem, was für einen <a title="Wunschkaiserschnitt Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wunschkaiserschnitt">Wunschkaiserschnitt</a> spricht, ist wohl allgemein bekannt. Einiges war mir aber vollkommen neu, manches hat mich überrascht:</p>
<h2>Pro</h2>
<ul>
<li>bei einer natürlichen Geburt gibt es eine größere Gefahr für den Verbleib von Schwangerschaftsresten in der Gebärmutter und damit eine größere Gefahr für eine Entzündung</li>
<li>das <a title="Wikipedia Kiss-Syndrom" href="http://de.wikipedia.org/wiki/KiSS-Syndrom">KISS-Syndrom </a>beim Baby ist in der Regel nur bei normaler Geburt möglich, in extrem seltenen Fällen auch beim Notkaiserschnitt, nicht zu erwarten ist es beim Wunschkaiserschnitt</li>
<li>keine <a title="Wikipedia Bindehautentzündung" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bindehautentzündung">Bindehautentzündung</a> beim Baby durch Ansteckung unter der Geburt im Geburtskanal</li>
<li>Beckenprobleme beim Baby sind beim Kaiserschnitt deutlich seltener, manche Ärzte verzichten nach einem Kaiserschnitt sogar auf die Ultraschall-Untersuchung des Babys bei der U3</li>
<li>Beckenprobleme bei der Mutter sind nach einer natürlichen Geburt nicht auszuschließen, beim Kaiserschnitt besteht diese Gefahr nicht</li>
<li>Geburtsverletzungen bei der Mutter im Genitalbereich werden ausgeschlossen</li>
<li>das Wochenbett verläuft nach einem Kaiserschnitt häufig deutlich kürzer als nach einer natürlichen Geburt</li>
<li>die Geburt und damit auch der Geburtstermin sind planbar</li>
<li>die Mutter ist während der Geburt schmerzfrei</li>
<li>der Beckenboden wird weniger strapaziert, es gibt ein geringeres Risiko für spätere Inkontinenz</li>
<li>der Geschlechtsverkehr wird in der Regel deutlich früher wieder stattfinden, nur wenige Frauen haben kurz nach einer natürlichen Geburt ein Verlangen danach</li>
</ul>
<p>Wie alles im Leben, gibt es nicht nur positive Seiten und im medizinischen Bereich darf man wohl überall mit &#8220;Risiken und Nebenwirkungen&#8221; rechnen:</p>
<h2>Contra</h2>
<ul>
<li>ein Wunschkaiserschnitt ist eine OP, die notwendige Narkose ist alles andere als risikofrei</li>
<li>es gibt einen Bauchschnitt mit entsprechender Narbenbildung, allerdings befindet sich die Narbe im sog. Bekinibereich und ist daher kaum zu sehen</li>
<li>das Aufstehen nach der Geburt wird auf später verschoben, nur nach einer vaginalen Entbindung ist direkt nach der Geburt an Laufen zu denken</li>
<li>Narbenschmerzen sind nach der Geburt zu erwarten, allerdings ist die Einnahme von Schmerzmitteln auch beim Stillen möglich</li>
<li>Taubheitsgefühle sind über Monate im gesamten Bereich der Narbe sowie ober- und unterhalb der Narbe möglich und sogar sehr wahrscheinlich</li>
<li>bei einer weiteren Schwangerschaft besteht die Gefahr einer Ruptur der Narbe, wenn dann natürlich entbunden werden soll</li>
</ul>
<p>Insgesamt läßt sich feststellen, dass die Risiken für das Baby bei einem geplanten Kaiserschnitt geringer sind. Dennoch wird immer wieder mit einem Verweis auf die Gesundheit des Babys für eine vaginale Entbindung regelrecht geworben. Vor allem heißt es, dass das Fruchtwasser bei einer natürlichen Geburt aus den Lungen des Babys herausgedrückt würde. Inwischen habe ich mir von mehr als nur einem Arzt erklären lassen, dass Rippenbrüche beim Baby zu erwarten wären, wenn diese Aussage einen Wahrheitsgehalt hätte. Aber das ist nicht der einzige Mythos:</p>
<h2>Mythen rund um den Kaiserschnitt</h2>
<ul>
<li>Stillen: Auch hält sich hartnäckig das Gerücht, dass man nach einem Kaiserschnitt nicht stillen kann. Aus eigener Erfahrung kann ich mit Sicherheit sagen: auch nach einem Kaiserschnitt kann man stillen!</li>
<li>Bonding: Das Bonding wird durch einen Kaiserschnitt entgegen häufiger Meinung nicht erschwert. Inzwischen gibt es auch <a title="Wunschkaiserschnitt Wikipedia Studie" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wunschkaiserschnitt">wissenschaftliche Studien</a>, die belegen, dass das Mutter-Kind-Verhältnis von dem Geburtserlebnis unabhängig ist.</li>
<li>Traumatisierung: Die Meinung, dass Frauen nur durch eine natürliche Geburt traumatisiert werden können ist leider so auch nicht richtig. Es soll durchaus Frauen geben, die aufgrund eines fehlenden Geburtserlebnisses nach einem Kaiserschnitt psychisch leiden.</li>
<li>Rückbildungsgymnastik: Ich habe tatsächlich gehört, dass Frauen nach einem Kaiserschnitt keine Rückbildungsgymnastik machen können. Aus eigener Erfahrung kann ich das Gegenteil bestätigen.</li>
<li>Einmal Kaiserschnitt – immer Kaiserschnitt: Diese Aussage stimmt nicht, auch nach einem Kaiserschnitt ist eine natürliche Entbindung noch möglich.</li>
</ul>
<p>Interessant finde ich, dass viele Prominente per Kaiserschnitt entbinden. <a title="Wunschkaiserschnitt" href="http://www.stillkinder.de/wunschsectio.html">Dabei befürworten häufig auch Ärzte diesen Schritt. Hintergrund ist das Haftungsrisiko.</a> Einen Geburtsfehler kann sich ein Arzt hier mit Sicherheit nicht erlauben. Um das Risiko zu minimieren, wird der Kaiserschnitt bevorzugt. Für alle &#8220;Normalsterblichen&#8221; sieht das Haftungsrisiko aus ärztlicher Sicht so aus: bei einer natürlichen Geburt liegt das Risiko in der Regel bei der Hebamme, erst wenn ein ärztliches Eingreifen notwendig wird, haftet der Arzt. Kommt es zu einem Geburtsfehler kann dieser zudem sicher sein, dass die Beurteilung seiner Arbeit bei Einschalten der Bundesärztekammer durch Ärzte seiner Fachrichtung und damit von Kollegen erfolgt. Nur bei Prominenten unterliegt der Arzt der Gefahr einer öffentlichen Bewertung seiner Arbeit.</p>
<p>Wer mag, kann sich das Buch <a title="Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht" href="http://www.kaiserschnittbuch.de/">&#8220;Der Kaiserschnitt hat kein Gesicht&#8221;</a> ansehen. Hier hat man die Möglichkeit, Kaiserschnittnarben zu sehen. Ich habe mir dieses Buch nicht angesehen und kann daher auch keine Aussage machen, inwieweit es sich um Narben aufgrund alter oder neuer OP-Methoden handelt oder aus welchem Grund der Kaiserschnitt erfolgte. Da bei mir in jedem Fall ein Kaiserschnitt erforderlich war, wollte ich mich damit nicht unnötig belasten und kann nur sagen, dass ich mit meiner Narbe super zufrieden bin und mich immer wieder für einen Kaiserschnitt entscheiden würde.</p>
<h2>Meine Entscheidung steht fest</h2>
<p>Ich würde mich immer wieder für einen Kaiserschnitt entscheiden. Obwohl ich einen medizinisch notwendigen Kaiserschnitt hatte, hätte ich mich andernfalls für einen Wunschkaiserschnitt entschieden. Mir sind leider mehrere Fälle persönlich bekannt, bei denen das Baby bei einer natürlichen Geburt nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt war und die Kinder schwerstbehindert sind. Außerdem war ich bei der Geburt vollkommen schmerzfrei und konnte gerade die ersten Stunden mit Baby entspannt und schmerzfrei genießen. Das wünsche ich jeder Mutter.<br />
 </p>
<h2>Du bist dir unsicher, was du tun möchtest?</h2>
<p>Diskutier das Thema doch einfach mal in einem der vielen Internetportale. Bei <a title="Mamiweb" href="http://www.mamiweb.de">mamiweb</a> habe ich die Erfahrung gemacht, dass sehr viele Schwangere und/oder Mütter gleichzeitig online sind und man daher auf geballte Erfahrung trifft.</p>
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		<title>Als Vater bei der Geburt mit dabei</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Aug 2008 09:28:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geburt]]></category>
		<category><![CDATA[Vater werden/sein]]></category>
		<category><![CDATA[Der erste Kontakt]]></category>
		<category><![CDATA[Kaiserschnitt]]></category>
		<category><![CDATA[Misgav-Ladach-Methode]]></category>
		<category><![CDATA[Narkose]]></category>
		<category><![CDATA[OP]]></category>
		<category><![CDATA[querlage]]></category>

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		<description><![CDATA[Weil ich sehr neugierig und viel zu ungeduldig bin, war gar keine Überredungskunst seitens meiner Lebensgefährtin notwendig — ich wollte mir die Geburt auf keinen Fall entgehen lassen. Auch wenn sie per Kaiserschnitt erfolgen sollte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_160" class="wp-caption alignright" style="width: 130px"><img class="size-thumbnail wp-image-160  " title="kristjan-22042008" src="http://www.mami2008.de/wp-content/uploads/2008/08/kristjan-22042008-200x150.jpg" alt="Kristjan" width="120" height="90" /><p class="wp-caption-text">Kristjan</p></div>
<p>Bereits zu Beginn der Schwangerschaft hatte mich Sylvia gefragt, ob ich bei der Geburt mit dabei sein würde. Weil ich sehr neugierig und viel zu ungeduldig bin, war gar keine Überredungskunst ihrerseits notwendig — ich wollte mir dieses Ereignis auf keinen Fall entgehen lassen. Auch wenn die Geburt per Kaiserschnitt erfolgen sollte.</p>
<p> </p>
<p><span id="more-91"></span></p>
<p>Am Tag der Geburt erreichte mich die Nachricht auf dem Weg zur Hannovermesse. Was mir dabei durch den Kopf ging habe ich im Artikel  „<a title="Auf dem Weg Vater zu werden" href="http://www.mami2008.de/2008/08/10/auf-dem-weg-vater-zu-werden/">Auf dem Weg Vater zu werden</a>“ beschrieben. Deshalb kam ich auch völlig unerwartet und vor allem gänzlich unvorbereitet im Krankenhaus an. Gerade noch so rechtzeitig, dass mir Sylvia erzählen konnte, wie es ihr am Morgen so ergangen ist und wann der Termin für den Kaiserschnitt angesetzt wurde.</p>
<p>Eine Krankenschwester betrat das Zimmer und teilte uns mit, dass es nun los gehen würde. Das brachte unseren Puls natürlich nach oben. Sylvia wurde im Bett geschoben und ich lief nebenher. Vor dem OP trennten sich unsere Wege. Nach einer kurzen Einweisung in der Umkleidekammer ließ mich die Schwester alleine und ich schlüpfte in passende Kleidung, die nach Größen sortiert in Regalen bereit lag. Als letztes legte ich einen Mundschutz an und betrat durch die zweite Tür den Vorbereitungsraum.</p>
<p>Sylvia war natürlich schon da und wurde gerade am Rücken desinfiziert. Der Pfleger stellte sich mir vor und fuhr dann mit seiner Arbeit fort. Auch der Narkosearzt, der kurze zeit später den Raum betrat, begrüßte uns freundlich und begann damit, Sylvia und mir die <a title="Spinalanästhesie - Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Spinalanästhesie">spinale Narkose</a> zu erklären. Ich war erstaunt, wie viel Ruhe hier herrschte. Irgendwie hatte ich mir das Treiben viel hektischer vorgestellt.</p>
<p>Stattdessen machte der Narkosearzt Witze und unterhielt sich ganz locker mit Sylvia. Auch versprach er ihr, dass sie der Arzt zur Sicherheit noch einmal kneifen würde, bevor er den ersten Schnitt machen würde — um ganz sicher zu gehen, dass sie nichts mehr spüren konnte.</p>
<p>Sylvia musste sich auf die Seite drehen und die Narkose wurde gelegt. Kurze Zeit später wurde die Tür zum OP geöffnet. Das war das Zeichen &#8211; es ging jetzt endgültig los. Während der Narkosearzt weiterhin seine Witze mit uns machte und wir über beide Ohren grinsen mussten, fanden die letzten Vorbereitungen statt. Ein Tuch wurde aufgespannt, so dass weder Sylvia noch ich etwas sehen konnten. Ein Hocker wurde mir gebracht und ich setzte mich und hielt Sylvias Hand fest.</p>
<blockquote><p>„3,2,1 — Schnitt!“</p></blockquote>
<p>Hörte ich eine Stimme leise sagen &#8211; und der Narkosearzt grinste fröhlich und meinte zu uns:</p>
<blockquote><p>„Oh, da hat er doch glatt vergessen, Sie zu kneifen.“</p></blockquote>
<p>Sylvia hatte sich für die  &#8221;Misgav-Ladach-Methode&#8221; entschieden. Dabei wird das Schneiden des Muskelgewebes stark reduziert. Statt dessen werden die Bauchdecke und die Gebärmutter durch Dehnen und Reißen des Gewebes so weit geöffnet, dass der Säugling entnommen werden kann. Mit dieser Methode wird die Heilung beschleunigt und damit die Liegezeit nach einem Kaiserschnitt im Krankenhaus auf wenige Tage verkürzt. </p>
<p>Ich war ständig am überlegen, ob ich mir das mal ansehen soll. Wann hat man schon mal die Chance, sich eine geöffnete Bauchdecke &#8220;live&#8221; anzusehen. Aber ich habe mich nicht getraut einen Blick auf die andere Seite zu werfen. Als Sanitäter hatte ich schon viel gesehen aber das was da hinter dem Tuch vor sich ging, war etwas anderes als kleine Fleischwunden. In Ohnmacht zu fallen wollte ich dann doch nicht riskieren.</p>
<p>Von &#8220;hinter dem Tuch&#8221; konnte ich erahnen, was dort vor sich ging. Während Sylvia ruhig lag, bewegte sich alles unterhalb der Brust als würde jemand mit ihrem Unterkörper sportliche Übungen vollführen. Und dann hörte ich leise, wie jemand flüsterte:</p>
<blockquote><p>„Na toll, eine Querlage!“</p></blockquote>
<p>Unser Kind hatte sich wohl durch die heftige Strampelei in der vergangenen Nacht in eine <a title="Querlage - Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Querlage">Querlage</a> gebracht und damit wäre der Kaiserschnitt sowieso notwendig geworden. Sorgen machte ich mir in diesem Moment nicht wirklich — denn nach weiteren heftigen, fremdgesteuerten Bewegungen von Sylvia hörte ich wieder die Stimme. Diesmal sagte sie:</p>
<blockquote><p>„Ich habe eine Hand!“</p></blockquote>
<p>Und kurz darauf hörte ich auch schon einen kleinen, zarten Babyschrei. Bevor ich so recht sortieren konnte, ob das jetzt unser Kind oder ein anderes war, tippte mir eine Hebamme auf die Schulter und meinte:</p>
<blockquote><p>„Kommen Sie mal mit.“</p></blockquote>
<p>Da lag es nun und mein erster Blick ging gleich voll zwischen die Beine. Schließlich wollte ich nun endlich wissen, ob wir einen Junge oder ein Mädchen bekommen hatten. Die Meinungen der Ärzte und Hebammen gingen da stark auseinander. Der Arzt sollte recht behalten. Wir hatten einen Sohn bekommen.</p>
<p>Ich sah der Ärztin bei der ersten <a title="Vorsorgeuntersuchung U1 - Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vorsorgeuntersuchung_U1_bis_U10/J1">Vorsorgeuntersuchung (U1)</a> zu. Dabei werden die Vitalfunktionen auf Ihre Funktion überprüft um im Notfall sofort Maßnahmen zu ergreifen.  Und dann sagte sie:</p>
<blockquote><p>„Alles in Ordnung &#8211; wir bringen ihn jetzt zur Mutter.“</p></blockquote>
<p>Sie wickelte den kleinen Kristjan in ein Handtuch und wir gingen die paar Schritte zu Sylvia zurück und legten Ihr unseren Sohn auf den Brustkorb. Erst jetzt hatte ich Zeit, den Gefühlen freien Lauf zu lassen und auch Sylvia war sichtlich gerührt, erleichtert und glücklich.</p>
<p>Als die Nachversorgung von Sylvia abgeschlossen war, sprach mich eine Hebamme an und forderte mich auf, wieder in die Umkleidekammer zu gehen. </p>
<blockquote><p>„Gehen Sie sich schon mal umziehen &#8211; ich bring Ihnen Ihren Sohn und Ihre Frau gleich raus.“</p></blockquote>
<p>Das Umziehen ging sehr flott. Nichts wie raus hier, dachte ich und stand nur wenige Minuten später schon vor der OP Tür und wartete. Die Tür ging auf, die Hebamme kam heraus und drückte mir den in Handtücher gewickelten Kristjan in die Arme und sagte:</p>
<blockquote><p>„Herzlichen Glückwunsch &#8211; hier ist Ihr Sohn.“</p></blockquote>
<p><img class="size-medium wp-image-160 alignnone" title="kristjan-22042008" src="http://www.mami2008.de/wp-content/uploads/2008/08/kristjan-22042008-400x300.jpg" alt="Kristjan kurz nach der Geburt" width="312" height="234" /></p>
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		<title>Wahlrecht bezüglich Geburt</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jul 2008 13:04:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sylvia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geburt]]></category>
		<category><![CDATA[Kaiserschnitt]]></category>
		<category><![CDATA[Sectio]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[In der BRD haben Frauen bezüglich der Art der Geburt ein Wahlrecht. Neben der natürlichen oder Spontangeburt gibt es auch die Möglichkeit zu einem Kaiserschnitt (Sectio) auf Wunsch. Leider ist dies nicht allen Frauen bekannt, daher möchte ich an dieser Stelle einmal darauf hinweisen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der BRD haben Frauen bezüglich der Geburt ein Wahlrecht. Neben der natürlichen oder Spontangeburt gibt es auch die Möglichkeit zu einem Kaiserschnitt (Sectio) auf Wunsch. Leider ist dies nicht allen Frauen bekannt, daher möchte ich an dieser Stelle einmal darauf hinweisen.<span id="more-51"></span>Häufig müssen sich Frauen, die einen Kaiserschnitt ohne medizinische Indikation wünschen, sowohl von Ärzten wie auch von anderen Frauen einiges anhören. Hierzu gehören dass dabei das Gefühl &#8220;Mutter zu werden&#8221; fehlen würde, dem Baby die intensive Massage der Geburt vorenthalten bliebe, etc. Dabei wird aber z.B. nicht erwähnt, wie viele Babys mit dauerhaften Behinderungen leben müssen, weil sie unter der Geburt nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt waren und die z.T. alles andere als unerheblichen Geburtsverletzungen bei der Frau sind ohnehin ein Tabuthema.</p>
<p>Besonders bedenklich finde ich, wenn männliche Frauenärzte einer Frau den Wunschkaiserschnitt ausreden wollen. Sie mögen die ausschließlich medizinische Seite beurteilen können und dürfen selbstverständlich medizinische Informationen geben. Inwieweit eine Geburt für die Frau traumatisch enden kann, wird aber nur sie selbst beurteilen können. Von einem Mann erwarte ich unabhängig von der Ausbildung absolute Zurückhaltung mit persönlichen Meinungen und Respekt vor der Entscheidung, sich überhaupt einer Schwangerschaft und Geburt auszusetzen.</p>
<p>Wahrscheinlich kennst auch Du den Spruch: &#8221;Wenn Männer Kinder bekommen müßten, wäre die Menschheit bereits ausgestorben.&#8221;</p>
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